{"id":439,"date":"2012-04-11T02:38:58","date_gmt":"2012-04-11T00:38:58","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=439"},"modified":"2012-04-11T02:38:58","modified_gmt":"2012-04-11T00:38:58","slug":"ein-logbucheintrag-zum-essen-teil-iii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=439","title":{"rendered":"Ein Logbucheintrag zum Essen, Teil III"},"content":{"rendered":"<p>So, endlich geschafft. W\u00fcnsche euch viel Spass beim Lesen und bis zum n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n<li>Die Restaurants<\/li>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Restaurantgang-mit-landestypischen-Speisen.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Restaurantgang-mit-landestypischen-Speisen-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Restaurantgang mit landestypischen Speisen\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-441\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Restaurantgang-mit-landestypischen-Speisen-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Restaurantgang-mit-landestypischen-Speisen-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Restaurantgang-mit-landestypischen-Speisen.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nNat\u00fcrlich kann man auch richtig essen gehen. Neben den vielen gr\u00f6sseren und kleineren Lokalen gibt es auch Kochnischen und Marktst\u00e4nde, wo man landestypische Kost kriegen kann. Ein Gericht, das man auf fast jeder Karte findet, ist zum Beispiel \u201eA lo Pobre \u2013 f\u00fcr den Armen\u201c. Der arme Arme, der das alles Essen muss.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/a-lo-pobre.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/a-lo-pobre-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"a lo pobre\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-440\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/a-lo-pobre-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/a-lo-pobre-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nEher was f\u00fcr mich ist \u201eArroz a la Cubana\u201c, das ist wie der Name schon sagt vor allem Reis. Dazu dann ein oder zwei Eier, ein paar Streifen Kochbanane und manchmal noch irgendeine andere kleine Beilage und kein bisschen Fleisch \u2013 Super!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Arroz-a-la-Cubana.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Arroz-a-la-Cubana-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Arroz a la Cubana\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-445\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Arroz-a-la-Cubana-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Arroz-a-la-Cubana-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nRecht lecker (wenn denn mal vegetarisch) ist auch Juane, in Bananenbl\u00e4tter eingewickelter Reis mit gelben Gew\u00fcrzen, Yuka, Ei, Oliven, H\u00fchnerfleisch&#8230; Der Name kommt laut Juan von einem Feiertag namens San Juan, an dem traditionell dieses Gericht gegessen wird. Die etwas kleinere P\u00e4ckchenausf\u00fchrung eher f\u00fcr die Hand besteht aus Maisbrei in Maiskolbenbl\u00e4ttern. Schimpft sich dann Tamales. Ausser es ist s\u00fcss, dann heisst es Huminta. Aber das nur nebenbei.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Juane.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Juane-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Juane\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-444\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Juane-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Juane-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nEs gibt noch viele andere Gerichte und jedes Gebiet, ja jede Stadt hat seine eigene Spezialit\u00e4t, aber das w\u00fcrde hier jetzt den Rahmen sprengen&#8230;<br \/>\n Nun zu den anderen Restauranttypen, z.B. Poller\u00edas. Wie der Name schon sagt (pollo -> span. H\u00fchnchen) gibt es hier alle m\u00f6glichen Gerichte mit H\u00fchnchen und viel Reis, aber auch ein Salat l\u00e4sst sich hier auftreiben. Und nat\u00fcrlich hat nicht nur der Reis allein einzug in die peruanische Esskultur gehalten. Chinarestaurants heissen hier Chifas und da gibt es neben dem wohl bekanntesten Gericht Arroz Chaufa (Reis mit H\u00fchnchen, Sojasauce und Gem\u00fcse, Arroz -> Reis)auch noch viele andere Sachen, die aber allesamt nicht so recht dem \u00e4hneln, was es in deutschen Chinarestaurants gibt. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den Pizzerien. Die Meinungen gingen unter den Freiwilligen unserer Gruppe auseinander, ob die Pizza von hier denn nun geniessbar sei oder nicht. Hier bei uns in Puerto finde ich sie durchaus lecker so aus dem Lehmofen jedoch etwas m\u00e4chtig mit dem ganzen K\u00e4se drauf und nat\u00fcrlich den geilen Sossen. Hier wird Pizza n\u00e4mlich immer mit Sossen gereicht, meist etwas in Richtung Knoblauchmayonaise und ein scharfes Aj\u00ed. Aber zum Gl\u00fcck ist Pizza ja schon alleine wegen dem Geldbeutel nichts f\u00fcr jeden Tag. Ja, bei den Solespreisen wird man schon irgendwie geizig, da sind 7 Euro f\u00fcr eine grosse Pizza viel. Was werden wir alle st\u00f6hnen, wenn wir wieder in Deutschland sind&#8230; Tja, und dann gibt es ja noch die merkw\u00fcrdigerweise gar nicht ganz so seltenen Vegetarier. Dort kriegt man mittags ein ganz gutes Men\u00fc mit viel Gem\u00fcse und Vollwertgetreide (Ninjas Kommentar dazu einmal: \u201eAls ich das erste mal hier gegessen habe, dachte ich, sie h\u00e4tten den Reis nicht richtig gewaschen\u201c) und je nach dem auch leckere Snacks Abendessen. Eigentlich schon merkw\u00fcrdig, denn Vegetarismus ist hier keine weit verbreitete Krankheit. Meistens werden die L\u00e4den von irgendwelchen christlichen Sektenmitgliedern gef\u00fchrt&#8230;<\/p>\n<li>Nicht zu vergessen: die alkoholischen Getr\u00e4nke<\/li>\n<p>Am meisten konsumiert wird wohl Bier. Und da ist eine Sorte allzeit pr\u00e4sent: Cusque\u00f1a(hehe, der Vorteil einer spanischen Tastatur \u2013 eine extra Taste f\u00fcr das bl\u00f6de \u00d1 \ud83d\ude42 kommt aus Cusco, wie der Name schon sagt. Arequipe\u00f1a ist dann logischerweise aus Arequipa.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Cusquena.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Cusquena-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Cusquena\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-443\" \/><\/a><br \/>\nIch muss euch leider entt\u00e4uschen, vom Bier habe ich nicht ganz so viel Ahnung, war ja noch nie so ganz meins. Das einzige,was man wirklich gut trinken kann ist Cusque\u00f1a Malta mit Honig, vielleicht zu vergleichen mit einer Kreuzung von Odins und Malzbier. Ach ja, und Ponche de Malta ist auch recht gut, obwohl ich es nicht mehr wirklich zu den alkoholischen Getr\u00e4nken z\u00e4hlen w\u00fcrde. Ein Gebr\u00e4u aus Milch, Ei, Banane, Malta und noch einigen anderen Sachen.<br \/>\nPisco Sour und seine Br\u00fcder: Pisco ist ein Traubenschnaps, der angeblich aus Pisco kommt. (Wie auch in einigen anderen Punkten streiten die Peruaner sich bei der Herkunft des Pisco mit den Chilenen. Am besten immer dem zustimmen, in dessen Land man sich gerade aufh\u00e4lt.) F\u00fcr Pisco Sour wird er soweit ich weiss mit Limonsaft, Zucker und Eiweissschaum zubereitet. Ansonsten gibt es nat\u00fcrllich auch noch einige andere Coctails, in denen er Verwendung findet. Ich bin meist nicht sooo der Freund davon, jedem das seine.<br \/>\nDie Weine, die ich bisher probiert habe waren alle samt sehr s\u00fcss und ich h\u00e4tte sie nicht umbedingt als Wein bezeichnet, wenn es nicht auf der Flasche gestanden h\u00e4tte. Hat mich pers\u00f6nlich jetzt nicht so gest\u00f6rt, im Gegenteil. Was ich auch sehr trinkbar finde, ist die hiesige Sangria. Kommt zwar vermutlich auch in den Bars einfach aus dem Tetrapack, mit den kleinen Apfel-, Ananas- und Bananenst\u00fcckchen drin schmeckt es aber noch mal um l\u00e4ngen besser.<br \/>\nAn sonsten ist die Zahl der alkoholischen Getr\u00e4nke, die abends in den Bars ausgeschenkt werden, wohl nicht weniger vielf\u00e4ltig als bei uns. Viele Spirituosen &#8211; vor allem die, die man zum Coctails mischen braucht \u2013 sind sogar identisch.<br \/>\nUnd wir Deutschen?<br \/>\nTja, und was essen Felix und ich eigentlich an sonsten so, wenn uns kein Peruaner \u00fcber die Schulter schaut? Irgendwie war das von Anfang an so eine Kombination aus deutschem Essstil mit peruanischen Zutaten und immer wieder neuen Anregungen. Allerdings scheint das P mittlerweile \u00fcberhand zu nehmen&#8230; Zutaten wie Zwiebeln und Limonen gehen uns immer schneller aus (O-Ton Felix: \u201eIch habe noch nie so viele rohe Zwiebeln gegessen, wie in diesem Jahr\u201c) und auch das dr\u00f6ge, relativ geschmacksarme Kohlenhydrat h\u00e4ngt uns noch nicht zum Halse heraus&#8230;<\/p>\n<p>\u201eDu, ich hab heut irgendwie lust auf Reis&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eOkay&#8230; und dazu die Bohnen von Gestern&#8230; und der K\u00fcrbis, der muss weg\u201c (Mit Zwiebeln, versteht sich von selbst)<\/p>\n<p>\u201eKlingt gut&#8230; Und danach dann Pfannekuchen\u201c (Felix Spezialit\u00e4t)<\/p>\n<p>\u201eMit den reifen Kochbananen&#8230; und Limonensaft&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eJoa, l\u00e4uft.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Yeah.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Yeah-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Yeah!\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-442\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Yeah-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Yeah.jpg 894w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<li>Fazit nach all dem Reden um den heissen Brei:<\/li>\n<p>Es ist wirklich interessant, eine andere Esskultur kennenzulernen und immer wieder Neues zu entdecken, obwohl es nat\u00fcrlich auch anfangs sehr ungewohnt ist. Doch recht schnell werden Speisen, die man vorher nicht gekocht h\u00e4tte, zu  Selbstverst\u00e4ndlichkeiten.<br \/>\nViele Zutaten und Gaumenfreuden, die bei uns selbstverst\u00e4ndlich sind, bekommt man hier kaum oder gar nicht. Ich vermisse schon irgendwie die vielen tollen Kr\u00e4uter der deutschen K\u00fcche, echte ungesalzene Butter, leckere  Milch, den holl\u00e4ndischen Gouda, den Met, ein bisschen vielleicht die Schokolade und die Kochk\u00fcnste von meinem Papa.<br \/>\nWiederum anderes werde ich in Deutschland schmerzlich vermissen, weil sie, wenn man sie denn findet, teuer sind und einfach nicht genau so schmecken, wie das vielf\u00e4ltige, sonnengereifte, tropische Obst, die Kochbananen, den Yuca, die Zig Kartoffel- und Bohnensorten, \u00fcberhaupt die vielen frischen Sachen, die man auf Markt und Feria so kaufen kann und die leckeren Schweinereien, die es immer und \u00fcberall auf der Strasse gibt.<br \/>\nAlso, reisst bloss nicht in andere L\u00e4nder! Das kann euren Zutatenhorrizont und eure Kochgewohnheiten bleibend sch\u00e4digen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, endlich geschafft. W\u00fcnsche euch viel Spass beim Lesen und bis zum n\u00e4chsten Mal. Die Restaurants Nat\u00fcrlich kann man auch richtig essen gehen. Neben den vielen gr\u00f6sseren und kleineren Lokalen gibt es auch Kochnischen und Marktst\u00e4nde, wo man landestypische Kost kriegen kann. 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