{"id":414,"date":"2012-04-03T03:19:30","date_gmt":"2012-04-03T01:19:30","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=414"},"modified":"2012-04-03T03:19:30","modified_gmt":"2012-04-03T01:19:30","slug":"was-der-marz-brachte-fast-nur-gute-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=414","title":{"rendered":"Was der M\u00e4rz brachte: (fast) nur gute Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Was er brachte\u2026 ja spontan f\u00e4llt mir da erst mal eine scheiss K\u00e4lte ein. Jetzt kommt hier n\u00e4mlich so langsam die Zeit, wo von S\u00fcden her hin und wieder kalte Luftmassen einreisen, und das war in den letzten Tagen der Fall. Da ich mich eh schon bei irgendwem mit einer kleinen Erk\u00e4ltung angesteckt hatte, tut mir die Temperatur nat\u00fcrlich um so besser. Das Termometer hat heute morgen irgendwas von 20 Grad gefaselt aber ich bin \u00fcberzeugt: Es l\u00fcgt. Nachts ist es ja noch mal k\u00fchler und mit meinen 3 Decken komme ich noch so gerade aus. Wir haben schon Horrorgeschichten von 8 Grad geh\u00f6rt und von armen kleinen \u00c4ffchen, die tot aus den B\u00e4umen fallen&#8230; Na mal sehen, was da noch kommt&#8230;<\/p>\n<p>Nun aber erst mal zu den sch\u00f6nen Dingen, da gab es ja auch einige. Anfang M\u00e4rz kam erst mal die Anette an, eine Studentin aus Freiburg, ehemalige Freiwillige in Lima und eine ganz liebe. Mit ihr hatten wir viel Spass und sie unterst\u00fctzte uns nach besten Kr\u00e4ften \u2013 auf der Chacra und auch im sonstigen Leben. F\u00fcr uns war ja so langsam die Zeit gekommen, sich mit Zukunftsfragen zu besch\u00e4ftigen und durch ihre Erfahrungen konnte sie uns super im Punkt \u201eWie funktioniert eigentlich studieren?\u201c weiterhelfen.<\/p>\n<p>Und sie hatte Gl\u00fcck! Gleich kurz nach ihrer Ankunft hatte n\u00e4mlich Luis Geburtstag und wir wurden zu einem kleinen Festmal eingeladen mit guter peruanischer Hausmannskost. Nat\u00fcrlich hatten auch wir etwas mitgebracht. Einen eigentlich ziemlich verungl\u00fcckten Copuaz\u00faschokoladenkuchen, der aber durch Claras Idee mit dem Schokoladen\u00fcberzug und meine Idee mit dem Bananenblatt doch noch ganz vorzeigbar wurde, finde ich. Und so hat er auch geschmeckt!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-der-Copuazuschokoladenkuchen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-423\" title=\"der Copuazuschokoladenkuchen\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-der-Copuazuschokoladenkuchen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-der-Copuazuschokoladenkuchen-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-der-Copuazuschokoladenkuchen-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-der-Copuazuschokoladenkuchen.jpg 1613w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach diesem vollendeten Magenausstopfer spielten wir dann den Rest des Abends M\u00e4xchen. Ihr wisst schon, dieses Spiel mit den W\u00fcrfeln das als Trinkspiel ganz b\u00f6se sein kann. Wir stellten fest, dass die Peruaner das L\u00fcgen noch ein bisschen \u00fcben m\u00fcssen, aber wir hatten alle sehr viel Spass.<\/p>\n<p>In Sachen Arbeit war dann mit so ungef\u00e4hr f\u00fcnfmonatiger Versp\u00e4tung endlich mal das B\u00fcro dran. Das sollte n\u00e4mlich von dem kleinen teuren Mietlokal in der Stadt hier zu uns ins Ecocentro ziehen. So verbrachten wir ein paar Tage mit dem in Kisten packen der vielen B\u00fccher, abmontieren der Ger\u00e4tschaften und anschliessendem Streichen der leeren R\u00e4ume. Urspr\u00fcnglich war das obere Stockwerk unseres Hauses f\u00fcr das B\u00fcro vorgesehen, doch da sich die Inangriffnahme der Dacherneuerung wohl noch ins Bodenlose hinzieht, entschied Luis sich f\u00fcr das Obergeschoss seines eigenen Hauses. Im Nachhinein war das auch eine viel bessere Idee, da sein Haus zum Beispiel gegen Einbr\u00fcche viel leichter absicherbar ist. Und so ist dort nun das alte Chaos beseitigt und daf\u00fcr stehen die vielen interessanten spanischen, deutschen, portugiesischen und indigensprachigen Landwirtschaftsb\u00fccher in Reih und Glied neben Projektmappen und alten Dias und auch zwei PCs sind angeschlossen, die wir benutzen d\u00fcrfen, damit sie nicht kaputt gehen. Wenn das mal keine gute Nachricht ist!<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Zeit waren wir dann sehr fleissig auf der Chacra, die mittlerweile vielleicht sogar fast vorzeigbar aussieht. Wir f\u00fcllten n\u00e4mlich die Reihen, die noch nicht komplett waren, mit Setzlingen von Cacao, Sternfrucht, Caoba (Holz), Shimbillo und Paranuss aus. Jetzt sind sie leider noch klein, aber wenn sie erst mal gewachsen sind, werden sich die Vorteile des Agroforstsystems sicher bemerkbar machen und man muss nicht mehr st\u00e4ndig sauber machen. Obwohl das auch gerade gar nicht so das Schlimmste ist, Luis hat n\u00e4mlich ein neues Lieblingsspielzeug: einen motorisierten Gr\u00fcnzeughexler.Ausserdem pflanzten wir noch ein bisschen mehr Gem\u00fcse wie 3-monatigen Yuca, Mais und Tomaten. Der 6-monatige Yuca, den wir im Dezember gepflanzt hatten, w\u00e4chst \u00fcbrigens super und macht die Chacra viel ansehnlicher. Wir waren sehr zufrieden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kurze-Pause-Luis-ich-Anette-und-Felix.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-422\" title=\"kurze Pause - Luis,  ich, Anette und Felix\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kurze-Pause-Luis-ich-Anette-und-Felix-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kurze-Pause-Luis-ich-Anette-und-Felix-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kurze-Pause-Luis-ich-Anette-und-Felix-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So, jetzt noch eine von den ausnahmsweise nicht ganz so sch\u00f6nen Nachrichten: Der Streik der Goldsucher. Der hat n\u00e4mlich in den letzten Wochen teilweise recht kr\u00e4ftig in den Strassen Puerto Maldonados getobt, sodass es sogar 3 Tote gab. \u00dcber mehrere Tage waren die Strassen kaum passierbar und wir gingen tags\u00fcber nicht raus, um als Weisse nicht noch zus\u00e4tzlich den Zorn der Aufst\u00e4ndischen aufsich ziehen k\u00f6nnten  Das Problem ist, dass der Staat nicht von Anfang an etwas gegen den Goldrausch und die extrem umweltsch\u00e4dlichen Methoden der Sucher getan hat. Nun gibt es nat\u00fcrlich sehr viele Menschen, die von diesem unsch\u00f6nen aber auch sehr viel Geld bringenden Gesch\u00e4ft leben und die wenige Jobalternativen sehen. An dieser Stelle noch einmal die Bitte: Finger weg von Goldankauf zu Geldanlagezwecken!<\/p>\n<p>Was gibt es sonst noch so zu erz\u00e4hlen? Ach ja, ein historischer Moment. In unserer im-Prinzip-Stammbar, bei der wir uns eigentlich st\u00e4ndig vornehmen, nicht mehr hin zu gehen, weil sie so unzuverl\u00e4ssig ist, lief letztens tats\u00e4chlich mal alles Glatt. Sie brachten uns Speisen und Getr\u00e4nke nicht nur innerhalb von 10 Minuten, nein, zum Sandwich kamen auch sofort alle vier Sossen dazu, wir bekamen Canchita (Maisknabberei), die Karte blieb zum nachbestellen am Tisch und ich bekam sogar ein s\u00fcsses kleines K\u00e4nnchen Honig zu meinem Maltabier, obwohl es das nicht auf der Karte gibt. Alles da. Wenn das nicht mal eine gute Nachricht ist!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/alles-da.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-416\" title=\"Alles da!\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/alles-da-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/alles-da-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/alles-da-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ach ja, die L\u00e4use&#8230; ja, da bin ich mir noch nicht so richtig sicher, ob sie wirklich weg sind, aber finden tue ich keine mehr und die Nissen sind auch alle weiss. Vielleicht ist das gelegentliche Jucken, das ich manchmal versp\u00fcre, nur eine Phantomerscheinung. Wenn ich was finde, sinds jedenfalls nur die ewig \u00fcberall pr\u00e4senten Ameisen. Das peruanische L\u00e4useschampoo hilft also recht gut gegen L\u00e4use, sogar besser als gegen Kopfhaut.<\/p>\n<p>Nach drei Wochen musste Anette leider schon wieder gehen. An ihrem letzten Abend veranstalteten wir aber noch eine Art kleine Party mit Ensalada Russa, Kartoffelsalat, gr\u00fcnem Salat und Stockbrot. Mit dem Feuerchen war es ein sehr gem\u00fctlicher Abend, zumal zu dem Zeitpunkt noch zuf\u00e4llig zwei deutsche M\u00e4dels zu besuch waren. \u00dcber zwei Ecken bekannte von Felix, die witzigerweise auch Anette kannten. So klein ist die Welt!<\/p>\n<p>In der Woche drauf hatte ich dann ein sehr sch\u00f6nes Aha-Erlebnis, was meine Eltern aber vielleicht nicht soo gl\u00fccklich macht&#8230; Der Ninja hatte mir n\u00e4mlich \u2013 lieb, wie er ist \u2013 vor einer Weile Bienenwachsplatten aus Cusco mitgebracht. Die braucht man unter anderem, damit die Bienen in ihren K\u00e4sten Orientierungsw\u00e4nde haben und ihre Waben nicht kreuz und quer bauen (Von wegen Honigwaben raus holen und so&#8230;). Und damit haben wir dann eine Kiste best\u00fcckt und wollten die auf die alte drauf stellen. Beim ersten Anlauf war dann leider das Papier zur Raucherzeugung zu feucht \u2013 pech gehabt, um sonst gestochen. Am n\u00e4chsten Tag r\u00f6stete ich es dann ein paar Minuten im Ofen knusprig und das wirkte Wunder. Der Deckel liess sich leicht abl\u00f6sen und schon fast hatten wir die Heimerweiterung draufgesetzt, da kommt von Luis pl\u00f6tzlich ein \u00fcberraschtes \u201eOh&#8230; Honig!\u201c. Als wir vor ein paar Monaten mal nachgeschaut hatten, war da noch nichts von zu sehen, vielleicht wegen dem Chacrabrand, aber nun gab es eindeutig viele dunkelgolden schimmernde Waben. Irgendwie gelang es Luis, ein St\u00fcckchen rauszubrechen, an mehr war bei den Durcheinander nicht zu denken. Doch das reichte schon&#8230; Zur\u00fcck am Pausenpl\u00e4tzchen unter schattigen Bananen wurde dann geschwisterlich geteilt und jeder saugte gen\u00fcsslich an seinem St\u00fcckchen rum. Ich weiss nicht, ob es an den durchlittenen \u00c4ngsten lag, oder an den Bl\u00fcten in der Selva; jedenfalls habe ich noch nie einen so leckeren Honig gekostet! Und da diese haplo-diploiden Insekten ja sowieso schon mal ziemlich spannende Tiere sind und viele n\u00fctzliche und leckere Sachen machen und es ja immer weniger Imker gibt habe ich mir \u00fcberlegt, vielleicht ein bisschen dabei zu bleiben und irgendwann auch mal hobbym\u00e4ssig ein oder zwei St\u00f6cke zu hegen&#8230; Aber keine Angst, Mama und Papa, das ist was f\u00fcr irgendwann mal und bis dahin werde ich mich gut in das ganze einlesen&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/das-Brechen-der-Honigwabe.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-418\" title=\"das Brechen der Honigwabe\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/das-Brechen-der-Honigwabe-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/das-Brechen-der-Honigwabe-225x300.jpg 225w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/das-Brechen-der-Honigwabe-768x1024.jpg 768w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/das-Brechen-der-Honigwabe.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So, wie es sich geh\u00f6rt nun das kleine Reisehighlight des Monats am Schluss. Dieses letzte Wochenende haben wir n\u00e4mlich auf den Hof der Eltern von Luis verbracht, irgendwo Richtung brasilianische Grenze und 12 km in die \u00dcberreste des Regenwaldes. Das hatten wir schon vor Monaten geplant, weil Luis meinte, seine Eltern k\u00f6nnten Hilfe bei der Paranussernte gebrauchen. Dadurch, dass es nun aber doch immer sp\u00e4ter wurde, war es aber dann doch eher eine Sache zu unserem eigenen Vergn\u00fcgen, bei dem wir viele neue Eindr\u00fccke sammelten.<\/p>\n<p>Felix stellte zum Beispiel fest, dass ein Loch im Boden als Klo gar nicht so schlimm ist, wie man denkt :-)Ausserdem haben wir zum erstn mal so richtige Truth\u00e4hne gesehen unter dem ganzen Federvieh, das da so rumlief. Enten, verschiedenste H\u00fchner und auch eigentlich aus der Selva stammende bunte Hausv\u00f6gel und ein Papagai. Abgesehen davon noch K\u00fche, Ziegen, Schafe und Schweine. Und ein total knuffiges Achuni als Haustier, das die ganze Zeit spielen wollte (und dabei auch mal sehr kr\u00e4ftig zubeissen konnte).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Achuni.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-415\" title=\"Achuni\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Achuni-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Achuni-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Achuni-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich haben wir nicht nur rumgehangen. Am Samstagvormittag sind wir erst mal in den Wald gegangen und haben schon geerntete Paranuss-Kapseln mit der Machete aufgeschlagen. Nachmittags schlugen wir uns im Wald bis zu einem T\u00fcmpel vor, wo wir angelten. Der einzige, der etwas fing, war ein Bruder von Luis, allerdings an einem Nachbart\u00fcmpel. Den ungef\u00e4hr zwei Hand langen Fisch gab es am Sonntag dann zum Fr\u00fchst\u00fcck (f\u00fcr mich nat\u00fcrlich nicht, aber Reis, Yuka und mit Zucker frisch abgekochte Milch machten mich schon satt genug).<\/p>\n<p>Ach wie sch\u00f6n! Ein weiteres mal f\u00e4llt es mir n\u00e4mlich nicht schwer, eine weitere bekannte Tropenpflanze vorzustellen. Und zwar ist aus gegebenem Anlass die Paranuss dran. Und das ist eine ziemlich interessante Pflanze. Mit um die 40 m H\u00f6he sind diese stattlichen B\u00e4ume n\u00e4mlich echte Riesen im Regenwald. Auch k\u00f6nnen sie sehr Alt werden: Gesch\u00e4tzt an die 1200 Jahre.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Castanabaum.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-420\" title=\"Casta\u00f1abaum\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Castanabaum-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist \u00fcbrigens verboten, sie zu f\u00e4llen; daf\u00fcr kann man tats\u00e4chlich sogar 5 Jahre ins Gef\u00e4ngnis kommen. Darum gibt es kein sch\u00f6nes Casta\u00f1aholz zu kaufen (wie die Pflanze hier heisst) und die grossen einsamen B\u00e4ume, die auf abgeholzten Fl\u00e4chen und Weideland stehen \u2013 manchmal sogar schon abgestorben -, geh\u00f6ren meist dieser Art an. Allein auf grosser Fl\u00e4che gedeihen sie allerdings nicht so gut und der Ertrag wird rasch schlechter, weil der Boden N\u00e4hrstoffe verliert.<\/p>\n<p>So, nun zur Frucht. Die reift zum ersten mal nach rund 12 Jahren und sieht tats\u00e4chlich wie eine Cocosnuss aus, weshalb sie hier auch als Coco bezeichnet wird. Ab Dezember f\u00e4llt sie vom Baum und macht den Boden unter ihm zu unsicherem Gel\u00e4nde. Bei Luis Familie wurden dann kleine H\u00fcgel davon gebaut und mit Farnbl\u00e4ttern abgedeckt, um sie zu sammeln und sp\u00e4ter alle gleichzeitig aufzuschlagen. Und das ist gar nicht so leicht. Die erste d\u00fcnnere Schicht kann man noch gut abstreifen, vor allem, wenn Ameisen und Termiten die Vorarbeit geleistet haben. Dann muss man von der harten Schale eine Seite abschlagen, was schon mal ein paar kr\u00e4ftige Schl\u00e4ge lang dauern kann. Ist das geschafft, kann man die hoffentlich unverletzten N\u00fcsse einfach raussch\u00fctteln.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/geoeffnete-Castanacoco.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-421\" title=\"ge\u00f6ffnete Casta\u00f1acoco\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/geoeffnete-Castanacoco-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat die Nuss noch einmal eine Schale, sonst w\u00e4re es ja zu einfach.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Paranuss-mit-letzter-Abwehr.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-419\" title=\"Paranuss mit letzter Abwehr\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Paranuss-mit-letzter-Abwehr-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Paranuss-mit-letzter-Abwehr-300x225.jpg 300w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Paranuss-mit-letzter-Abwehr-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Copia-de-Paranuss-mit-letzter-Abwehr.jpg 1844w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich finde, das r\u00fcttelt Kindheitserinnerungen wach. Jaja, damals, als diese braunen, komischen Teile immer als letztes auf den Weihnachtstellern lagern, weil niemand etwas mit ihnen anfangen konnte und mein Papa sich dann mit dem Nussknacker gen\u00fcsslich ihrer \u201eerbamte\u201c&#8230;<\/p>\n<p>Hier wird die Verpackung in die Knie gezwungen, indem man die N\u00fcsse rund f\u00fcnf Tage in der Sonne trocknet und dann mit einem Eisenbolzennussknacker bearbeitet.<\/p>\n<p>Als wir uns die B\u00e4ume anschauten, konnte man \u00fcbrigens teilweise schon die Nusskapseln des kommenden Jahres ersp\u00e4hen. Zum reifen brauchen die stark \u00f6ligen Fr\u00fcchte also ein ganzes Jahr.<\/p>\n<p>So, ich stelle mal wieder fest, dass ich unbedingt regelm\u00e4ssiger schreiben muss, hoffe, dass der ein oder andere noch bis hierhin vorgedrungen ist und w\u00fcnsche euch allen ein sch\u00f6nes Osterfest, hoffentlich dieses Mal ohne Verletzungen durch Schwerter, \u00c4xte oder sonstiges Spielzeug.<\/p>\n<p>Lieben Gruss,<\/p>\n<p>Alondra<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was er brachte\u2026 ja spontan f\u00e4llt mir da erst mal eine scheiss K\u00e4lte ein. Jetzt kommt hier n\u00e4mlich so langsam die Zeit, wo von S\u00fcden her hin und wieder kalte Luftmassen einreisen, und das war in den letzten Tagen der Fall. 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