{"id":288,"date":"2011-11-01T19:20:22","date_gmt":"2011-11-01T17:20:22","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=288"},"modified":"2012-04-11T03:25:13","modified_gmt":"2012-04-11T01:25:13","slug":"geburtstage-und-wie-wir-hier-feiern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=288","title":{"rendered":"Geburtstage&#8230; und wie wir hier feiern"},"content":{"rendered":"<p>Ein kaputter PC wird mich nun mit Sicherheit auch nicht davon abhalten hier vern\u00fcnftige Eintr\u00e4ge mit vern\u00fcnftigen Bildern zu schreiben. Wir haben n\u00e4mlich angefangen, die olle Kiste auszutricksen, indem wir Texte auf CD brennen. Immer noch sehr umst\u00e4ndlich aber vorerst eine L\u00f6sung.<br \/>\nAlso los geht\u2019s: Am vergangenen Donnerstag ist der Felix 20 geworden. Weil er die ganze Zeit meinte, er sei wunschlos gl\u00fccklich und wir uns hier irgendwie sowieso alles kaufen k\u00f6nnen viel es mir doch arg schwer, ein Geschenk zu finden. Am Ende hab ich mich dann f\u00fcr das einzig sinnvolle entschieden: Ich hab mich von einem meiner geliebten T\u00fccher getrennt, und zwar von dem Gr\u00fcnen, dass er sich sowieso schon von Anfang an als Kopftuch ausgeliehen hatte. Da zeigt sich mal wieder, einfach jeder braucht ein Tuch. Da ich den alten Namen leider vergessen hatte hei\u00dft es jetzt \u00fcbrigens \u201edas sinnvolle Tuch\u201c.<br \/>\nWeil aber ein Tuch doch ein bisschen wenig ist, und sei es auch ein sinnvolles Tuch, gehen wir in den n\u00e4chsten Tagen wohl noch mal Pizza essen.<br \/>\nIn der Schule gab es eine kleine Party und die ganzen Kinder haben f\u00fcr Felix zu Macarena und irgendeinem Lied von Justin Bieber getanzt. Mittags haben wir Kuchen gebacken, und zwar Buddin. Das ist hier ein recht typischer Kuchen, der aus trockenem Wei\u00dfbrot, Milch, Eiern, teils karamellisiertem Zucker und Vanille besteht und auf den Felix ziemlich abf\u00e4hrt. Ich fand ihn auf dem Markt immer gar nicht so toll, aber unserer ist echt gut geworden. Gegen 5 sind dann Clara, Luis mit Familie und Marco und Adriano zum Kuchenessen vorbei gekommen. Letztere hatten eine Gitarre dabei und nachdem sie \u201eZum Geburtstag viel Gl\u00fcck\u201c auf Spanisch und Englisch gesungen hatten spielten sie auch noch einige andere sch\u00f6ne Sachen und wir plauderten viel und tranken ein bisschen von Claras selbst gemachtem Sternfruchtwein (der mir leider am n\u00e4chsten Tag arge Verdauungsprobleme bescheren sollte). Irgendwann holte Luis dann noch Copuazukuchen, der vorher noch nicht fertig war und so musste nat\u00fcrlich jeder noch ein St\u00fcck davon essen. Und als wir dann gegen 8 gerade aufger\u00e4umt hatten kam auch noch Naif vorbei und brachte eine dicke Schokoladentorte mit Eischnee\u00fcberzug vorbei. Davon hat dann auch noch jeder eine Scheibe bekommen und ich muss sagen, danach war ich echt satt.<br \/>\nDanach ist Felix auf die Idee gekommen noch ins Internetcaf\u00e9 zu fahren und zu schauen, was seine Freunde geschrieben hatten und ich begleitete ihn, weil ich mit dem vollen Magen eh nicht h\u00e4tte schlafen k\u00f6nnen. Er setzte mich bei den Efrains ab, weil ich noch ein bisschen bei ihren Capoeira-\u00dcbungen zuschauen wollte. Da war ich allerdings nicht mal zur T\u00fcr rein als sie mich schon auf eine andere Geburtstagsparty mitschleppten, die vom Gitarristen der anderen Band im Ort, die ich ja zuf\u00e4llig auch schon mal gesehen hatte. Witzigerweise war der aber den gr\u00f6\u00dften Teil seines gem\u00fctlichen Zusammensitzens mit Plaudern und Bier trinken gar nicht da. Mit seinen Freunden habe ich aber sehr interessante Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, vor allem dar\u00fcber, wie es ist eine Zeit im Ausland zu verbringen. Ich fand es echt interessant, dass sie alle irgendwie \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht hatten wie ich. Au\u00dferdem konnte ich noch Hautnah ein Ph\u00e4nomen beobachten, von dem Hermann mal erz\u00e4hlt hatte. Getr\u00e4nke werden geteilt. So wurde nicht an jeden eine Bierflasche verteilt sondern es kreisten nur 2 oder 3 deren Inhalt sich jeder bei Bedarf in sein Glas kippte. Zu hause war ich dann so gegen 12. Felix kam erst gegen 2 nach Hause, bei dem hatte sich die Naif n\u00e4mlich noch gemeldet und sie waren spontan raus gegangen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag hab ich weil m\u00fcde und Magenaua nicht viel getrieben und das Wochenende versprach dann so wie immer abzulaufen. Samstagmorgens Feria, anschlie\u00dfend ein bisschen was waschen und sonst wie rumwerkeln. Gegen Mittag sind wir auf eine kleine Veranstaltung von einer art Bioladen etwas au\u00dferhalb gegangen. Wo, neben Speis und Trank auch diverses Handwerk verkauft wurde.<br \/>\nGegen Abend schaute ich dann schon fast traditionsm\u00e4\u00dfig bei den Efrains vorbei, weil mir nicht danach war im Haus zu bleiben und einen Film mit Felix und Naif zu schauen. Dort lernte ich dann, dass Schadow, der sch\u00e4ferhund\u00e4hnliche Familienhund vorne auf dem Motorrad mitfahren und sogar selbst aufsteigen kann und dass das spritleere Motorrad vom Marco bis zur n\u00e4chsten Tankstelle kommt, wenn man mal kurz in den Tank pustet. Sachen gibt\u2019s\u2026<br \/>\nIrgendwann bin ich dann mit Marco alleine erst mal ins Asadazo gegangen, weil die anderen nach dem Gig am Vorabend noch ein bisschen schl\u00e4frig waren. Dort haben wir dann nett geplaudert und ich bin mir ganz sicher, dass er versucht hat mich mit Bier betrunken zu machen, weil er mir st\u00e4ndig nachgeschenkt hat. Gegen 10 fing dann eine gar nicht so schlechte Criollo-Band an zu spielen und Marquinho kam vorbei weil er der Band beim Verst\u00f6pseln helfen sollte. Wir h\u00f6rten noch ein Weilchen zu bis Marco meinte ich solle mit Marquinho in eine Disco gehen. (Irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, dass dieser Abend ein Anschlag auf meine f\u00fcr peruanische Verh\u00e4ltnisse verklemmte Art werden sollte.) Tats\u00e4chlich ein bisschen angetrudelt ging ich also mit Marqui in eine eigentlich ganz h\u00fcbsche Disco. Sie hat mich von der Einrichtung her eher an eine Bar erinnert (die hier \u00fcbrigens alle viel gem\u00fctlicher gestaltet und dekoriert sind) und die Musik bestand nicht nur aus Techno sondern war ein Mix verschiedenster Musik. So schaffte Marqui es tats\u00e4chlich auch, mich bei Popmusik zum Tanzen zu bringen, aber nur ganz kurz und nur wegen dem b\u00f6sen Bier. Die meiste Zeit sa\u00dfen wir am Rand, plauderten und schauten den Menschen beim Tanzen zu. Ein weiteres spannendes Ph\u00e4nomen: Die Cliquen nehmen die Flaschen mit auf die Tanzfl\u00e4che, stellen sie auf den Boden und bilden einen Kreis drum herum. Das ist mir in Deutschland irgendwie noch nicht begegnet. Irgendwann sind wir dann ein bisschen raus gegangen, haben frische Luft geschnappt und auf einem Spielplatz Turn\u00fcbungen gemacht. Hehe, jetzt wei\u00df ich, dass Marquinho keinen Schneidersitz kann. Daf\u00fcr kann er aber auch viele Sachen, die ich nicht kann.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen bin ich gegen 7 ins Internetcafe, wo ich den b\u00f6sen Merlin leider wieder nicht brav daheim vorgefunden habe. Daf\u00fcr hat sich eine andere Freundin \u00fcber einen Anruf zum Geburtstag gefreut.<br \/>\nDanach schlenderte ich noch so ein bisschen durch die Stadt und \u00fcberlegte, was ich vor dem Schlafen noch so machen k\u00f6nnte als pl\u00f6tzlich so ein Typ neben mir stand und fragte, ob er mich begleiten k\u00f6nne. Wir spazierten ein bisschen zum Bootshafen des Tambopata, plauderten und tranken etwas. Derweil erfuhr ich, dass der Typ Nilo hei\u00dft, Polizist ist und gerne Reggae h\u00f6rt. Danach zeigte er mir noch auf dem Motorrad die Altstadt (die im \u00dcbrigen wirklich h\u00fcbsch ist und mal einen Ausgang lohnen w\u00fcrde) und wir fuhren ein St\u00fcck am Tambopata entlang, wo es auch ein paar Str\u00e4nde zum schwimmen gibt. Sp\u00e4ter schlug er dann noch vor auf den Obelisk hoch zu steigen. Das ist so ein Turm in der Stadt, der das Zentrum eines Kreisverkehrs bildet und eine klasse Orientierungshilfe ist. Der Aufstieg kostet 50 Cent und man hat echt einen super Ausblick!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/PM-von-Oben.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-297\" title=\"PM von Oben\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/designed\/v2.jpg\" alt=\"\" width=\"478\" height=\"359\" \/><\/a><br \/>\nSehr sehenswert, auch, wenn der Aufzug kaputt ist. Wir a\u00dfen noch etwas, dann sah ich doch mal endlich zu, dass ich nach Hause komme und freute mich \u00fcber mein Bett mit den vertrauten Fl\u00f6hen drin.<br \/>\nDas war also im Gro\u00dfen und Ganzen das spannendste der letzten Tage.<br \/>\nHier sind noch zwei Fotos, die eigentlich zum letzten Eintrag geh\u00f6ren:<br \/>\nEinmal vom Reiten<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Felix-auf-Rayo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-296\" title=\"Felix auf Rayo\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/designed\/b2.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"354\" \/><\/a><br \/>\nund meine an Regentagen entstandenen Fl\u00f6ten (mittlerweile ist noch eine weitere dazu gekommen, die ganz rechts)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Meine-Floeten.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-295\" title=\"Meine Floeten\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/designed\/v5.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"360\" \/><\/a><br \/>\n(Jap, wer genau hinschaut erkennt, dass mein Erstlingswerk mit Tesafilm korrigiert wurde&#8230; aber egal, daf\u00fcr klingt sie umso besser. Martin ist ein guter Lehrer \ud83d\ude42 Vielen Dank f\u00fcr den Link!<br \/>\nAn sonsten habe ich mal endlich daran gearbeitet, den Blog auf Vordermann zu bringen. Zum Beispiel verbirgt sich hinter dem Eintrag \u201edie Arbeit im Ecocentro\u201c nun endlich ein richtiger Text und es ist auch eine neue Ecke entstanden, wo ich die Leute vorstelle, mit denen ich hier so zu tun habe. So k\u00f6nnt ihr vielleicht besser den \u00dcberblick behalten.<br \/>\nJetzt wird es Zeit mal endlich wieder mit der Vorstellung der Mitarbeiter von der Nahrungsmittelproduktion weiter zu machen. Diesmal ein Vertreter, der uns vor allem Als Dekoration an Cocktails  Begegnet: Die Sternfrucht, span. Carambola.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Carambola-Fr\u00fcchte.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-291\" title=\"Carambola Fr\u00fcchte\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/designed\/b7.jpg\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"328\" \/><\/a><br \/>\nUrspr\u00fcnglich kommt diese interessant geformte Frucht aus dem chinesischen Raum, doch auch hier scheinen die Pflanzen sich pudelwohl zu f\u00fchlen. Im vergleich zu ihrer Frucht sehen die B\u00e4ume sehr unspektakul\u00e4r aus:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Carambola.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-290\" title=\"Carambola\" src=\"http:\/\/birgits-blog.net\/wp-content\/uploads\/designed\/b8.jpg\" alt=\"\" width=\"467\" height=\"688\" \/><\/a><br \/>\nDie Saison ist eigentlich gerade vorbei, aber hin und wieder sieht man die Fr\u00fcchte trotzdem noch. Sie werden hier vor allem zu sehr leckerem Nektar verarbeitet und ich hatte ja auch schon berichtet, dass wir mit Clara eine fruchtige, wenn auch sehr s\u00fc\u00dfe Marmelade daraus gekocht haben.<\/p>\n<p>So nun f\u00e4llt mir gerade mal wieder nicht mehr Interessantes ein. Wenn man selber hier lebt, f\u00e4llt es einem irgendwie schwer zu erraten, was euch daheim so interessieren k\u00f6nnte. Also wenn ihr auf irgendetwas hier neugierig seid oder etwas nicht richtig nachvollziehen k\u00f6nnt, schreibt doch einfach mal einen kleinen Kommentar. Nat\u00fcrlich freue ich mich auch immer \u00fcber einen Kommentar, wenn ihr gerade mal keine Frage habt \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kaputter PC wird mich nun mit Sicherheit auch nicht davon abhalten hier vern\u00fcnftige Eintr\u00e4ge mit vern\u00fcnftigen Bildern zu schreiben. Wir haben n\u00e4mlich angefangen, die olle Kiste auszutricksen, indem wir Texte auf CD brennen. 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