{"id":160,"date":"2011-09-01T23:01:33","date_gmt":"2011-09-01T21:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=160"},"modified":"2011-09-01T23:01:33","modified_gmt":"2011-09-01T21:01:33","slug":"lima","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?p=160","title":{"rendered":"Lima"},"content":{"rendered":"<p>Tja Lima&#8230; was soll ich sagen, eine irre Stadt.<br \/>\nNun ja, ich fange wohl besser am Anfang an. Also: Wir, das heisst die 18 Per\u00fa-Freiwilligen vom Welthaus Bielefeld, sind am 28. August gegen 7 in Frankfurt in den Flieger gestiegen. Gegen mitternacht gab es dann noch einen Umstieg in Madrid. Nach relativ ereignislosen 15 Stunden Flug kamen wir dann gegen halb 6 endlich in Lima an. Da konnte man leider noch nicht so viel von der Stadt sehen. Nach kurzer Zeit wurden wir dann von David, Hermann und Norma, unseren Betreuern, abgeholt.<br \/>\nDurch das Busfenster konnte man dann endlich einen ersten Blick erhaschen. Ich habe noch nie eine vergleichbare Stadt gesehen. Es f\u00e4ngt schon bei den H\u00e4usern an, deren Fassade meist bunt angemalt ist, w\u00e4hrend man nach hinten nur unverputztes Backsteingem\u00e4uer sieht. Der Himmel war grau, was sich den Rest des Tages nicht \u00e4nderte und \u00fcberhaupt zu dieser Zeit praktisch nie: Winter. Und das war eigentlich auch so ziemlich das Schlimmste an dem Aufenthalt. Nicht, dass es wirklich kalt war (vielleicht 15 Grad) aber die Feuchtigkeit war \u00fcberall und machte alles klamm, sodass man st\u00e4ndig friert. Ich hasse es.<br \/>\nDann bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. (Eine sehr interessante Erfahrung anbei: Nur durch Gravitationskraft betriebene Toiletten. Die Sp\u00fclung ist so schwach, dass man das Klopapier nicht ins Klo werfen dafr sondern in den M\u00fclleimer daneben.) Anschliessend gingen wir im Vivanda fr\u00fchst\u00fccken, einem Supermarkt in dem es von Schockocroissant bis Chirimoya wohl alles gibt.<br \/>\nJetzt ging es endlich richtig in die Stadt, wo wir erst Tickets f\u00fcr die Weiterreise nach Cusco am Tag darauf kauften und dann geschlagene 1 1\/2 Stunden in einer Filiale des Handyanbieters &#8222;Claro&#8220; zubrachten, um ein Handy und drei Karten zu bekommen&#8230; Eine wertvolle Erfahrung peruanischer Mentalit\u00e4t^^<br \/>\nDazu k\u00f6nnte auch die Fahrt mit dem Mikrobus z\u00e4hlen, die wirklich genial war. Das sind Kleinbusse, die st\u00e4ndig an Strassenecken mit vielen Menschen halten. Dann steigt jemand aus und rattert die Haltestellen runter. Manchmal steigen Menschen zu, die S\u00fcsses verkaufen oder mit Gitarre und Panfl\u00f6te (gleichzeitig!) Musik machen. Die steigen dann ein paar Strassen weiter wieder aus und m\u00fcssen auch nichts bezahlen. An jedem Strassenrand gibt es Verk\u00e4ufer mit Getr\u00e4nken, Essen oder Schmuck und teilweise laufen die H\u00e4ndler sogar bei Ampeln an den wartenden Autos vorbei.<br \/>\nDer Verkehr ist \u00fcberhaupt recht spannend. Die Regeln scheinen grob den deutschen zu entsprechen, allerdings gibt es eine \u00fcbergeordnete Richtlinie: Wer hupt hat vorfahrt! Das funktioniert besser, als man anfangs meinen k\u00f6nnte, allerdings ist es bei den meisten hiesigen Autos auch nicht so schlimm, wenn es nicht funktioniert&#8230;<br \/>\nZumm Mittag haben wir Hermanns Faustregel gebrochen(&#8222;Iss nichts von der Strasse&#8220;) und in einem sch\u00e4bigen kleinen Nischenrestaurant span. Tortillas mit Reis verdr\u00fcckt. War sehr lecker \ud83d\ude42<br \/>\nNachmittags waren wir am Strand und ich habe zum ersten mal den Pazifik gesehen. Ich k\u00f6nnte nicht sagen woran es lag aber er war schon irgendwie anders als die anderen Meere, die ich kenne. Sch\u00f6n! Direkt hinter dem Strand ist eine Strasse und dahinter ragen hohe Klippen auf, die unter Paragleitern recht beliebt sind weil der Wind sch\u00f6n laminar von unten kommt und man ewig oben bleiben kann. Das haben uns dann auch ein paar Flieger demonstriert und ich muss zugeben, ich habe mal wieder ein bisschen lust bekommen&#8230;<br \/>\nWir tranken noch etwas und sind dann mit dem Taxi zur\u00fcck gefahren, wo ich bereits einschlief. Im Hostel angekommen konnte ich mich dann noch zum Duschen \u00fcberwinden (sogar teilweise warm) und dann ab ins Bett, so gegen 8. Ich bin lange weder so fr\u00fch noch so sp\u00e4t (3 Uhr in Deutschland) schlafen gegangen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag fuhren wir dann noch zur Botschaft, um das 3-Monats-Visum zu verl\u00e4ngern und weil &#8222;D\u00eda de Santa Rosa&#8220; war, der Heiligentag von Lima, sahen wir uns gegen Mittag noch etwas von der Prozession auf dem Platz vor dem Rathaus an. Es kam sogar noch f\u00fcr ein St\u00fcndchen die Sonne raus. (Endlich W\u00e4rme:-)<br \/>\nJasmin, Felix und ich machten uns schliesslich zum Busunternehmen &#8222;Cruz del Sur&#8220; auf, wo wir feststellten, dass unsere Residenz f\u00fcr die n\u00e4chsten 20 Stunden wahrhaft k\u00f6niglich sein w\u00fcrde, vor allem im Vergleich zum Flug.<br \/>\nDazu und wie es so in Cusco ist schreibe ich beim n\u00e4chsten Mal, dann endlich aus Puerto Maldonado^^<br \/>\nIch hoffe ihr langweilt euch beim Lesen nicht so sehr, falls doch tr\u00f6stet euch damit dass ich beim Schreiben sehr leiden musste&#8230; Mal abgesehen von z und y, die hier vertauscht sind. Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass in unserer Sprache so oft \u00e4 \u00f6 \u00fc vorkommt, vom scharfen S ganz zu schweigen&#8230;<br \/>\nBeim n\u00e4chsten Mal versuche ich dann auch ein paar Bilder anzuh\u00e4ngen, dann wirkt es nicht so lang  und trocken.<br \/>\nSalu2 aus Cusco!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja Lima&#8230; was soll ich sagen, eine irre Stadt. 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