{"id":121,"date":"2011-08-24T19:45:47","date_gmt":"2011-08-24T17:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=121"},"modified":"2011-08-24T19:46:05","modified_gmt":"2011-08-24T17:46:05","slug":"terra-preta","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=121","title":{"rendered":"Terra Preta"},"content":{"rendered":"<p><em>(Dieser Eintrag ist leider noch nicht fertig, da es sich doch um ein ebenso komplexes wie interessantes Thema handelt, mit dem ich mich l\u00e4nger besch\u00e4ftigen wollte. Trotzdem habe ich schon mal ein paar Informationen zusammengetragen, die hoffentlich zeigen, worum es geht)<\/em><\/p>\n<p>Die \u00fcblichen B\u00f6den im Regenwald<br \/>\nIn der Regel ist der Boden im Regenwald sehr n\u00e4hrstoffarm. Dies h\u00e4ngt mit seiner Entstehung zusammen und wird recht gut in dem Wikipediaartikel zum Tropischen Regenwald erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>\u201eJahrtausende lang waren die B\u00f6den der meisten Regenw\u00e4lder unentwegt der feucht-warmen Witterung ausgesetzt, so dass das Gestein im Untergrund extrem stark und mancherorts bis zu 50 Meter tief verwittert ist. Zugleich reicherten sich an der Oberfl\u00e4che Eisenoxide und Aluminiumoxide an, die den Boden vieler tropischer Waldgebiete r\u00f6tlich erscheinen lassen. Viele Mineralien, die auch f\u00fcr die Ern\u00e4hrung der Pflanzen wichtig w\u00e4ren (u. a. Phosphor, Stickstoff und Calcium), sind infolge dieser Verwitterung jedoch immer tiefer in den Boden abgesunken, so dass er an der Oberfl\u00e4che relativ arm an N\u00e4hrstoffen ist. Es entstehen Ferralsole und Latosole [beides bestimmte Bodentypen], n\u00e4hrstoffarme und kaolinithaltige B\u00f6den mit geringer Kationenaustauschkapazit\u00e4t.<br \/>\nDieses Geschehen hatte zur Folge, dass die N\u00e4hrstoffe so gut wie ausschlie\u00dflich \u00fcber der Erde \u201ebevorratet\u201c sind: In den lebenden oder erst seit kurzem abgestorbenen Pflanzen und Tieren. Aufgrund des Klimas werden alle abgestorbenen organischen Substanzen jedoch rasch und wegen der fehlenden Jahreszeiten zudem kontinuierlich zersetzt. Danach stehen sie wieder als anorganische N\u00e4hrstoffe f\u00fcr andere Pflanzen zur Verf\u00fcgung. Wegen des dichten Wurzelwerks versickern diese N\u00e4hrstoffe kaum noch in den Untergrund, zum Teil werden sie auch schon in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he \u00fcber dem Boden von epiphytischen Pflanzen [auf anderen Pflanzen wie z.B. B\u00e4umen wachsende Pflanzen] aufgenommen.\u201c<\/p>\n<p>\tIm gegensatz dazu die Terra Preta<br \/>\nEine Ausnahme stellt die Terra Preta (portugiesisch f\u00fcr \u201eschwarze Erde\u201c) dar, die in weiten Teilen des brasilianischen Amazonasgebietes aufzufinden ist. Dabei handelt es sich um sehr m\u00e4chtige (also dicke), fruchtbare Schwarzerde, dessen Entstehung eindeutig auf die urspr\u00fcnglichen Bewohner dieses Gebiets zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Hierzu diese kleine Geschichte:<br \/>\n\u201eDer erste Europ\u00e4er, ein Spanier, der den Amazonas befuhr, berichtete von gro\u00dfen St\u00e4dten am Amazonas und sch\u00e4tzte ihre Einwohnerzahl auf 100 Millionen Menschen. Sp\u00e4tere Reisen in das Amazonasgebiet konnten diese Beobachtungen nicht best\u00e4tigen und auch Wissenschaftler hielten diese Einwohnerzahl f\u00fcr unwahrscheinlich. Eine so gro\u00dfe Kultur h\u00e4tte mehr Spuren hinterlassen m\u00fcssen. Der Hauptgrund f\u00fcr die Zweifel war jedoch, dass der Boden Amazoniens, im Regenwald, ein armer Boden ist, auf dem Landwirtschaft in ausreichendem Ma\u00dfe nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Dann fand man jedoch in der N\u00e4he von vielen entdeckten Ruinen einen sehr fruchtbaren schwarzen Boden, auf dem noch heute von den Einheimischen angebautes Obst und Gem\u00fcse sehr hohe Ertr\u00e4ge bringt. Die Terra Preta. Ein k\u00fcnstlich geschaffener Boden, der selbst nach diesen Jahrhunderten immernoch fruchtbar ist und im Gegensatz zum Regenwaldboden die N\u00e4hrstoffe sehr lange halten kann. Sich gar selbst regeneriert. Untersuchungen dieses Bodens haben ergeben, dass der relativ hohe Anteil an Holzkohle in diesem Boden f\u00fcr diesen Effekt verantwortlich sein d\u00fcrfte\u201c<\/p>\n<p>Leider ist das \u201eRezept\u201c zur Herstellung von Terra Preta verloren gegangen. Heute besch\u00e4ftigen sich jedoch viele Wissenschaftler und auch Hobbyg\u00e4rtner damit, aufgrund der Beschaffenheit der alten Erde eine geeignete Methode zu entwickeln um neue Terra Preta, \u201eTerra Preta Nova\u201c herzustellen. Dies hier ist zum Beispiel eine Theorie, wie die Schwarzerde entstandnen sein k\u00f6nnte:<\/p>\n<p>\u201eDa in der Schwarzerde im Amazonasgebiet auch Keramikscherben gefunden wurden, vermutet man, dass die Herstellung der Schwarzerde in Tonkr\u00fcgen stattfand, die ohne Boden in die Erde eingelassen waren und mit F\u00e4kalien, K\u00fcchenabf\u00e4llen und gemahlener Kohle gef\u00fcllt wurden. Nach einer Weile wurden in diese Kr\u00fcge Schirmpflanzen wie Bananenstauden gepflanzt, die die darunter angebauten Pflanzen beschatteten und mit zunehmender Gr\u00f6\u00dfe irgendwann die Tonkr\u00fcge sprengten. In diesen Tonkr\u00fcgen war durch Fermentation und Vererdung aus den Abf\u00e4llen Terra Preta geworden.\u201c<\/p>\n<p>Diese beiden Zitate stammen von dem Blog \u201eGartenspa\u00df\u201c. Dort beschreibt die Autorin auch, wie sie versucht, Terra Preta herzustellen: http:\/\/gartenspass.blogspot.com\/2011\/08\/effektive-mikroorganismen-terra-preta.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Dieser Eintrag ist leider noch nicht fertig, da es sich doch um ein ebenso komplexes wie interessantes Thema handelt, mit dem ich mich l\u00e4nger besch\u00e4ftigen wollte. 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