{"id":110,"date":"2011-08-24T19:32:57","date_gmt":"2011-08-24T17:32:57","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=110"},"modified":"2011-08-24T19:34:14","modified_gmt":"2011-08-24T17:34:14","slug":"bodenerosion","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=110","title":{"rendered":"Bodenerosion"},"content":{"rendered":"<p><strong>~ die Knackpunkte der konventionellen Landwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Bodenerosion beschreibt den durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse wie Wind oder Wasser verursachte Verlust von Bodenmaterial, besonders in nicht ebenem Gel\u00e4nde. <\/p>\n<p>Im Grunde handelt es sich um ein nat\u00fcrliches Ph\u00e4nomen, dem vor allem durch eine intakte Vegetationsschicht Einhalt geboten wird. So halten Bodenbildungs- und Erosionsraten sich in etwa die Waage.<br \/>\nDies \u00c4ndert sich, wenn ein Gel\u00e4nde gerodet wird, um als Nutzfl\u00e4che zu dienen. <\/p>\n<p>Problematik:<br \/>\nNach dem Entfernen der  Vegetationsschicht kann der Boden leicht von Wind und Wasser angegriffen werden. Regentropfen treffen ungebremst auf die Erde und bilden bei st\u00e4rkerem Niederschlag B\u00e4che, der Wind ist auf offenem Feld wesentlich st\u00e4rker und kann Bodenpartikel wegtragen. Dies f\u00fchrt zur Degradation (der Verarmung an f\u00fcr Pflanzen wichtigen Mineralstoffen) oder sogar der kompletten Abtragung der oberen Bodenhorizonte.*<\/p>\n<p>L\u00f6sungsans\u00e4tze:<br \/>\n=>\tSt\u00e4ndiger Bewuchs vor allem mit niedrigen und dichten Pflanzen<br \/>\n=>\tTerrassierung von H\u00e4ngen<br \/>\n=>\tKlein parzelliertes Land mit Unterbrechungen durch B\u00fcsche oder Knickhecken<br \/>\n=>\tKein oder m\u00f6glichst wenig Pflugeinsatz<\/p>\n<p>In Regenwaldgebieten spielt die Bodenerosion eine sehr gro\u00dfe Rolle, da hier die Niederschlagsmenge im Jahr wesentlich h\u00f6her ist als in anderen Gebieten und die fruchtbare Bodenschicht nur ein Bruchteil der M\u00e4chtigkeit besitzt, die in gem\u00e4\u00dfigten Breiten \u00fcblich ist. Zudem sind die Menschen oft gezwungen, Gel\u00e4nde in Hanglage zu roden, sobald die Felder im flachen Tal keine Ertr\u00e4ge mehr abwerfen.<\/p>\n<p>~*+*~<\/p>\n<p>*Ein anschauliches (und bei dem, was ich gelesen habe noch relativ harmloses) Beispiel: \u201eZahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass in Deutschland seit dem fr\u00fchen Mittelalter auf ackerbaulich genutzten H\u00e4ngen durchschnittlich 50 cm Boden abgetragen wurden. Die Natur kann aber nur etwa 0,1 mm Boden pro Jahr neu bilden, d.h. dass Boden 4-mal schneller abgetragen als neu gebildet wird.\u201c<br \/>\nhttp:\/\/www.umwelt.sachsen.de\/umwelt\/boden\/12208.htm<br \/>\nAnbei noch ein weiteres Beispiel aus Europa, das mich pers\u00f6nlich beeindruckt hat: Griechenland soll laut David R Montgomery bis zur Bronzezeit bewaldetes Gel\u00e4nde mit intakten B\u00f6den gewesen sein. In seinem Buch \u201eDreck\u201c beschreibt er recht ausf\u00fchrlich, wie die Ausbreitung des Ph\u00e4nomens Landwirtschaft und dessen exzessive Betreibung unter den Griechen zu dem heutigen felsigen Offenland mit d\u00fcnner Vegetationsdecke gef\u00fchrt haben soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>~ die Knackpunkte der konventionellen Landwirtschaft Bodenerosion beschreibt den durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse wie Wind oder Wasser verursachte Verlust von Bodenmaterial, besonders in nicht ebenem Gel\u00e4nde. Im Grunde handelt es sich um ein nat\u00fcrliches Ph\u00e4nomen, dem vor allem durch eine intakte Vegetationsschicht Einhalt geboten wird. So halten Bodenbildungs- und Erosionsraten sich in etwa die Waage. Dies [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":89,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/110"}],"collection":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=110"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/110\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":112,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/110\/revisions\/112"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=110"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}