{"id":104,"date":"2011-08-24T19:17:47","date_gmt":"2011-08-24T17:17:47","guid":{"rendered":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=104"},"modified":"2011-08-24T19:35:01","modified_gmt":"2011-08-24T17:35:01","slug":"la-systema-agroforestal-agroforstwirtschaft","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/birgits-blog.net\/?page_id=104","title":{"rendered":"Agroforstwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>~ &#8222;La Systema Agroforestal&#8220; <\/strong><\/p>\n<p>\u201eEl agro\u201c  ist im Spanischen der Acker, \u201eforestal\u201c bedeutet Forst-\/forstlich.<br \/>\nWie der Name es andeutet, versucht man bei dieser Art der Bodenbestellung Land- und Forstwirtschaft (und teilweise auch Nutztierhaltung) zu kombinieren und auf diese Weise ein nat\u00fcrliches \u00d6kosystem \u201enachzubauen\u201c.*<\/p>\n<p>Besonders in tropischen Gebieten ist dieses System sehr sinnvoll, da wie im Regenwald verschiedene Stockwerke** entstehen.<br \/>\nEin mit dieser Technik angelegtes Feld k\u00f6nnte zum Beispiel so aussehen:<br \/>\nHochwachsende, langj\u00e4hrige Edelh\u00f6lzer (z.B. Mahagoni) bilden das oberste Stockwerk, darunter wachsen niedrigere und weniger lichtbed\u00fcrftige Obstb\u00e4ume (z.B. Mangos, Zitrusfr\u00fcchte). Im Schatten darunter k\u00f6nnte man dann noch verschiedenes Gem\u00fcse pflanzen.<\/p>\n<p>Die Vorteile dieses Verfahrens sind:<br \/>\n=>\tDer Boden ist wegen dem kontinuierlichen    Bewuchs vor austrocknen und Erosion durch Wind und Wasser gesch\u00fctzt.<br \/>\n=>\tDa keine Monokultur herrscht, wird einseitige Ausnutzung des Bodens vermieden und den Parasiten wird \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vermehrung erschwert.<br \/>\n=>\tGleichzeitig wird nat\u00fcrlichen Fressfeinden der Sch\u00e4dlinge ein geeigneterer Lebensraum geboten.<br \/>\n=>\tDie Pflanzen spenden sich gegenseitig Schatten; bei durchdachter Anlegung entsteht f\u00fcr jede Art ein g\u00fcnstiges Klima.<br \/>\n=>\tDurch die intensive Nutzung der Fl\u00e4che wird unerw\u00fcnschten Pflanzen das Wachsen erschwert<br \/>\n=>\tFl\u00e4che und Raum werden durch das Stockwerksystem wesentlich besser genutzt.***<br \/>\n=>\tDie nat\u00fcrliche D\u00fcngung durch das Laub der gr\u00f6\u00dferen B\u00e4ume macht zus\u00e4tzliche D\u00fcngung mehr oder weniger \u00fcberfl\u00fcssig.<br \/>\n=>\tIm Vergleich zu Monokulturen wachsen Edelh\u00f6lzer bei Agroforester\u00eda schneller und gleichm\u00e4\u00dfiger (wegen u.a. gr\u00f6\u00dferem Abstand und besserer N\u00e4hrstoffversorgung) und nat\u00fcrliche Best\u00e4nde werden gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die Nachteile:<br \/>\n=>\tDa die ersten B\u00e4ume erst nach mehreren Jahren \u201egeerntet\u201c werden k\u00f6nnen, hat man nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einen Verlust von Anbaufl\u00e4che und somit unter Umst\u00e4nden einen Verlust von verkaufbaren Produkten.<br \/>\n=>\tDie gr\u00f6\u00dfere Zahl von Produkten macht das Vermarkten schwieriger und aufwendiger.<\/p>\n<p>Ein Punkt der als Vor- UND als Nachteil gesehen werden kann:<br \/>\nDie vielen verschiedenen Nutzpflanzen erschweren den Einsatz von Maschinen und erh\u00f6hen somit den Arbeitsaufwand. Dazu muss man allerdings sagen, dass abgesehen von den Plantagen der Gro\u00dfgrundbesitzer der Einsatz von Maschinen in tropischen Gebieten nicht an der Tagesordnung liegt. Als Vorteil kann man werten, dass sich die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>~*+*~<\/p>\n<p>*Bereits die fr\u00fchen R\u00f6mer wendeten eine \u00e4hnliche Form der Landbewirtschaftung an, die sie \u201eCultura Promiscua\u201c nannten. Dabei wurden Oliven, Weintrauben, Getreide und Futterpflanzen auf einer Parzelle angebaut. Dies war allerdings vor der Verbreitung des Pflugs.<br \/>\n Mehr dazu in \u201eDreck \u2013 Warum unsere Zivilisation den Boden unter den F\u00fc\u00dfen verliert\u201c von David R. Montgomery<\/p>\n<p>** zur Erl\u00e4uterung: http:\/\/scifi.pages.at\/regenwald\/stockwerke_des_regenwaldes.htm<\/p>\n<p>***Ein Beispiel hierzu aus dem Wikipediatext zur Agroforstwirtschaft: Die Produktion einer mit einer Mischung aus Pappeln und Weizen kultivierten Fl\u00e4che von einem Hektar entspricht der Produktion, die im getrennten Anbau nur bei einem Fl\u00e4chenverbrauch von 1,3 ha m\u00f6glich w\u00fcrde (0,9 ha Weizen und zus\u00e4tzlich 0,4 ha Pappeln).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>~ &#8222;La Systema Agroforestal&#8220; \u201eEl agro\u201c ist im Spanischen der Acker, \u201eforestal\u201c bedeutet Forst-\/forstlich. Wie der Name es andeutet, versucht man bei dieser Art der Bodenbestellung Land- und Forstwirtschaft (und teilweise auch Nutztierhaltung) zu kombinieren und auf diese Weise ein nat\u00fcrliches \u00d6kosystem \u201enachzubauen\u201c.* Besonders in tropischen Gebieten ist dieses System sehr sinnvoll, da wie im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":89,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/104"}],"collection":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":113,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/104\/revisions\/113"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/birgits-blog.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}